„Der Stromfahrer“

Tobias Mayr


Wenn Sie mit dem Linienbus durch Schwabach fahren, sind Sie im Verantwortungsbereich von Tobias Mayr unterwegs. Der leitet nämlich seit über sieben Jahren den Bereich Stadtverkehr der Stadtwerke Schwabach.

Sechs Linien bringen die Schwabacher derzeit sicher zum Ziel: Die Standardlinien 661, 662, 663 und 664, dazu die Schülerlinie 665 von Reichelsdorf zum Busbahnhof Süd sowie der Rufbus 672.

Direkter Draht

„Wir sind nah am Kunden“, betont Tobias Mayr. Seit einigen Jahren können die Fahrgäste beispielsweise in Beschwerde-Boxen direkt im Bus Kritik und Wünsche äußern. Seit Dezember 2018 informiert die Facebook-Seite „Stadtwerke Schwabach“ www.facebook.com/StadtwerkeSchwabach/

über Fahrplanänderungen und andere Neuigkeiten – bis hin zum Fundstück des Monats, nämlich im Bus vergessene Gegenstände. „Der Dialog zwischen den Fahrgästen und den Stadtwerken ist direkter und intensiver, und das wird honoriert.“

Der KuBus kommt

Hinzu kommt, dass die Busse nicht einfach nur zwischen A und B pendeln, sondern auch mal ganz besonderen Ereignissen eine ungewöhnliche Bühne geben. Etwa im August 2018, als ein Stadtbus kurzerhand zur Hochzeitskutsche umfunktioniert wurde und ein frischvermähltes Paar nebst Gästegefolge vom Standesamt zur Feier fuhr. Auch der KuBuS www.schwabach-mobil.de/kubus/,

kurz für KulturBusSchwabach, kommt bei den Schwabachern hervorragend an: Die rollende Kleinkunstbühne bietet eine starke Mischung aus Musik, Kabarett und Theater – selbstverständlich nicht während der Fahrt, sondern ordentlich geparkt, etwa am Marktplatz.

Dichtes Ladesäulen-Netz

Was das alles mit Strom zu tun hat? Tobias Mayr ist nicht nur der Leiter des Stadtverkehrs, sondern auch bekennender Fan von E-Fahrzeugen. Darum treibt er auch die Elektromobilität in und um Schwabach voran. Sieben Ladesäulen stehen mittlerweile im Stadtgebiet und fast 200 in der Region

www.ladeverbundplus.de/ladesaeulenfinder.html. Er ist davon überzeugt, dass sich Elektrofahrzeuge durchsetzen werden – auch wenn Interessierte derzeit noch viel Geduld mitbringen müssen, denn die Lieferzeit für ein E-Mobil kann schon mal ein Jahr betragen.

Selbstversuch im E-Auto

Vor kurzem hat Tobias Mayr auf einer Fahrt von Schwabach zur Automanufaktur nach Dresden, wo man zuschauen kann, wie ein eAuto gebaut wird, und zurück selbst ausprobiert, wie sich auch längere Strecken mit Strom statt Benzin bewältigen lassen. Sechsmal musste er auf den gut 660 km Strom tanken, „weil die Akku-Reichweite im Winter viel niedriger liegt als bei warmen Temperaturen. Im Sommer

wäre ich mit dreimal Aufladen ausgekommen.“ Tobias Mayr musste viel Zeit mitbringen, denn jeder Ladevorgang dauerte eine gute Stunde. Trotzdem ist er optimistisch: Die Elektromobilität wird sich stetig weiterentwickeln, hin zu leistungsfähigeren Akkus mit höherer Reichweite, die sich schneller aufladen lassen. Und mit steigender Nachfrage werden auch die Fahrzeuge günstiger und zügiger lieferbar.

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