„Der Technikchef“

Dr. Thomas Hiller


Erdgas, Wasser, Wärme, Mobilität, das Parkbad – und natürlich Strom: Dr. Thomas Hiller hat den Überblick. Seit 2018 ist er Technischer Leiter der Stadtwerke Schwabach und bringt 20 Jahre Branchenerfahrung mit. Zwei Jahrzehnte, in denen sich viel geändert hat, vor allem in den letzten Jahren. „Der Strommarkt ist deutlich dynamischer geworden, allein schon in unserer Region gibt es rund 290 Anbieter.

Aber als regionaler Versorger nehmen wir unsere Verantwortung für Schwabach ernst und bieten eine sehr gute Versorgungsqualität zu einem fairen Preis. Darüber hinaus betreiben wir den Busverkehr in Schwabach und das beliebte Parkbad. Wenn Schwabacher Strom mit Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken selbst erzeugen wollen, kümmern wir uns zum Beispiel um die Auszahlung der Förderung und bieten sogar selbst Solaranlagen im Komplettpaket an.“

„Das Stromnetz ist wie ein Flugzeug“

Was viele nicht wissen: Die Stadtwerke dürfen keinen Gewinnzuschlag auf die Netzentgelte erheben, und bei Hausanschlüssen arbeiten sie zum Selbstkostenpreis. Sie sorgen außerdem dafür, dass das städtische Stromnetz immer gut in Schuss bleibt, so Dr. Hiller: „Ein Fünfzigstel des Netzes muss jährlich erneuert werden.

Das ist wie bei einem Flugzeug, an dem nach 50 Jahren alle Teile einmal ausgetauscht sind.“ Dabei werden die Anlagen auch kontinuierlich modernisiert – etwa die Straßenbeleuchtung der Stadt, die schon zu 30 Prozent mit stromsparenden LEDs arbeitet, Tendenz kräftig steigend.

„Ideale Plattform für die Energiewende“

Darum ist das Schwabacher Stromnetz auch bestens für die Zukunft gewappnet. Behauptungen, dass die deutschen Energieversorger und ihre Netze den wachsenden Anteil der E-Fahrzeuge auf Dauer gar nicht verkraften können, weist der Technische Leiter zurück: „Diese Modellrechnungen gehen davon aus, dass alle Arbeitnehmer jeden Tag gleichzeitig ihr Fahrzeug vollständig und mit hoher Ladeleistung aufladen.“

Das ist aber unrealistisch, schließlich fährt man den Akku nicht jeden Tag leer und das Aufladen verteilt sich über den ganzen Tag. Es ist wie damals bei den Handynetzen, als die ersten Flatrates angeboten wurden: Da haben auch viele vorausgesagt, dass das Netz zusammenbricht, weil alle Handynutzer gleichzeitig und nonstop telefonieren. Und was ist passiert? Nichts!“

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