Kuriose Fakten rund um den Strom


Hier wird’s spannend: Stromdiebe, Polizei-Razzien und ein legendärer Wissenschaftler: Rund ums Thema Strom gibt’s viele witzige, erstaunliche und interessante Fakten und Geschichten. Einige davon haben wir hier für Sie gesammelt.

Haben Sie auch schon ganz besondere Strom-Abenteuer erlebt? Dann schreiben Sie uns doch einfach unter 100jahrestrom@stadtwerke-schwabach.de, Betreff „Kurioses“. Wir sind jetzt schon gespannt auf Ihre Strom-Erlebnisse.

Schnecke mit Lichtgeschwindigkeit

Strom fließt in einer Kupferdrahtleitung bei 230 Volt gerade mal mit 0,5 mm pro Sekunde. Also langsamer als eine Schnecke. Aber warum geht das Licht sofort an, wenn wir den Schalter drücken? Weil die Elektronen bereits in der Leitung sind und beim Einschalten sozusagen am anderen Ende „herausgedrückt“ werden, wie bei einem gefüllten Wasserschlauch. Das Licht geht gefühlt sofort an, weil sich die elektromagnetische Welle im Kupfer mit 200.000 km pro Sekunde bewegt!

Der Entdecker des Stroms

Vor über 2.500 Jahren experimentiert der griechische Mathematiker und Philosoph Thales von Milet mit natürlichen Phänomenen. Als er ein Stück Bernstein an einem Tierfell reibt, zieht der Stein Federn und kleine, leichte Strohstücke an. Denn durch das Reiben wurden kleine Teilchen auf der Bernsteinoberfläche aufgeladen, die wiederum die Teilchen in den Federn und Strohalmen anziehen. Darum gibt es heute den Begriff „Elektron“ – es ist das griechische Wort für Bernstein.

Oktoberfest unter Strom

An den 18 Oktoberfest-Tagen werden rund drei Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht, soviel wie in einer Stadt mit 21.000 Einwohnern. Rund 45 Kilometer Kabel versorgen die etwa 750 Wiesn-Stromkunden. 1896 bekam das Oktoberfest zum ersten Mal eine elektrische Beleuchtung, sie wurde von der Elektrotechnischen Fabrik J. Einstein & Cie. eingerichtet. Der Neffe des Inhabers half dabei kräftig mit. Sein Name: Albert – Albert Einstein.

Verräterischer Strom

Immer wieder fliegen Marihuana-Anbauer auf, weil ihr Stromverbrauch auffällig hoch ist. Denn die illegalen Hanfplantagen brauchen extrem viel Energie für Licht und Wärme. Es wird daher oft versucht die Zähler zu manipulieren – aber auch das fällt auf. Etwa in Lünen, wie die Polizei meldet: „Da in der Straße kein Aluminiumwerk, sondern ein normales Mehrfamilienhaus steht, wurde der örtliche Versorgungsbetrieb wegen des hohen Stromverbrauchs misstrauisch.“ Weil auch der Zähler manipuliert worden war, informierte der Mitarbeiter die Beamten, die den Besitzer von 90 Marihuanapflanzen festnahm.

Baby-Boom nach Stromausfall

Im November 1965 sitzen 30 Millionen US-Amerikaner eine ganze Nacht im Dunkeln, weil in großen Teilen der Ostküste der Strom ausgefallen ist. Besonders New York ist betroffen. Neun Monate später wird die Legende vom Baby-Boom geboren, weil in einigen Klinken die Geburtenrate bis zu 30 Prozent ansteigt: „In der stromlosen Nacht sind viel mehr Babys gezeugt worden als sonst!“ Das Phänomen tritt immer wieder auf. Etwa im verschneiten November 2005, als im Münsterland für rund 250.000 Menschen gleich tagelang der Strom ausfällt. Im folgenden September werden ebenfalls bis zu 30 Prozent mehr Babys geboren. Eine Standesbeamtin dazu: „In Zeiten sicherer Verhütungsmittel ist so eine Entwicklung natürlich ungewöhnlich. Aber vielleicht haben sie die Dinger im Dunkeln ja nicht gefunden…“

Darum leuchten LED-Lampen nach dem Ausschalten kurz weiter

LEDs leuchten noch einen Moment weiter, wenn man sie ausschaltet, obwohl sie keinen Strom mehr erhalten. Das liegt am sehr niedrigen Stromverbrauch der LEDs: Nach dem Ausknipsen können sie mit dem Stromrest in der Leitung noch kurz nachleuchten.

Der erste Stromdieb

Bereits 1895 wurde ein Mann wegen Stromdiebstahls angeklagt. Er hatte eine Freileitung mit einer Leitung in seine Wohnung angezapft, um dort den Strom zu verbrauchen. Das zählt eigentlich als Diebstahl, denn der Mann hatte fremdes Eigentum entwendet. Vor Gericht verteidigte er sich clever: „Ich habe doch gar keinen Strom gestohlen, er ist ja über die Rückleitung wieder in die Freileitung zurückgeflossen. Darum ist der Strom noch da, ich habe nur die elektrische Leistung genutzt!“ Er wurde freigesprochen. Seit 1953 ist die „Entziehung elektrischer Energie“ laut StGB 248c eine Straftat.

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